Suhrid Kinderschutz-Standards
Stand: 15.09.2026 Version: 1.1
Standards gegen sexuellen Missbrauch und sexuelle Ausbeutung von Kindern (Child Sexual Abuse and Exploitation, CSAE), veröffentlicht gemäß der Google-Play-Richtlinie zu Kinderschutzstandards. Die englische Fassung findest du unter suhrid.de/en/child-safety.
Suhrid ist eine App, mit der Erwachsene neue Menschen persönlich kennenlernen. Betreiber ist Suhrid.de, Florian Berninger, Lehmkuhlen 4a, 25337 Elmshorn („wir“, „uns“). Suhrid ist ausschließlich für Nutzer ab 18 Jahren bestimmt und richtet sich nicht an Kinder oder Jugendliche; diese dürfen die App nicht nutzen. Diese Standards beschreiben, wie wir sexuellen Missbrauch und sexuelle Ausbeutung von Kindern im Zusammenhang mit unserem Dienst verhindern, erkennen und darauf reagieren.
1. Verbot von sexuellem Missbrauch und sexueller Ausbeutung von Kindern
Wir dulden sexuellen Missbrauch und sexuelle Ausbeutung von Kindern (CSAE) in keiner Form. In allen Teilen des Dienstes (Profile, Broadcasts, Chats und alle sonstigen Inhalte oder Verhaltensweisen) ist verboten:
- Missbrauchsdarstellungen (CSAM): Inhalte, die Minderjährige sexualisiert darstellen, zu erstellen, hochzuladen, zu teilen, anzufragen, zu beschreiben oder zu verlinken.
- Grooming (Cybergrooming): Kontaktaufnahme oder Vertrauensaufbau zu Minderjährigen mit dem Ziel sexuellen Missbrauchs oder sexueller Ausbeutung, online oder offline.
- Sextortion: Minderjährige zu bedrohen oder zu nötigen, um sexuelle Inhalte, sexuelle Handlungen oder Geld zu erlangen.
- Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung: die sexuelle Ausbeutung, Prostitution oder den Handel mit Minderjährigen zu bewerben, zu vermitteln oder zu ermöglichen.
- Sexualisierung von Minderjährigen: jede Darstellung oder jedes Verhalten, das Minderjährige sexualisiert, einschließlich textlicher Beschreibungen, Rollenspiele, „Age-Play“ mit Bezug auf Minderjährige oder Anfragen nach solchen Inhalten.
- Nutzung durch Minderjährige: ein Konto für eine Person unter 18 Jahren anzulegen oder dabei zu helfen.
Diese Regeln sind Teil unserer Nutzungsbedingungen (AGB) (Abschnitte 2, 4 und 7). Ein Verstoß führt zur sofortigen, dauerhaften Kündigung des Kontos und, soweit gesetzlich geboten oder zulässig, zu einer Meldung an die Strafverfolgungsbehörden.
Vorbeugende Gestaltung. Suhrid ist so gebaut, dass Minderjährige ferngehalten und Missbrauch erschwert wird:
- Die Registrierung verlangt das Geburtsdatum und eine ausdrückliche Bestätigung der Volljährigkeit; Konten von Personen, die sich als unter 18 herausstellen, werden gelöscht.
- Broadcasts (der öffentliche Teil des Dienstes) werden automatisch gegen eine Liste verbotener Begriffe, darunter sexuelle Begriffe, geprüft; Treffer werden abgelehnt, bevor etwas gespeichert wird.
- Die App blockiert Kontaktdaten und Links in Profilen, Broadcasts und Chat-Nachrichten automatisch. Das erschwert es, ein Gespräch auf eine Plattform außerhalb unserer Schutzmaßnahmen zu verlagern.
- Jedes Konto hat höchstens ein Profilbild, das ein einzelnes Gesicht zeigen muss (die App prüft das auf dem Gerät und lehnt andere Bilder ab — Gruppen-, Symbol- oder gesichtslose Bilder werden gar nicht erst hochgeladen). Profilbilder sind nicht verschlüsselt: Gemeldete Bilder sichten wir und entfernen sie bei Verstößen; Bilder von Minderjährigen führen zur sofortigen Kontosperre und, soweit geboten, zur Meldung (Abschnitt 3). Es gibt keine Bilder in Broadcasts und keine Bildübertragung im Chat.
- Meldungen wegen Minderjährigkeit haben in unserem meldungsgestützten Durchsetzungssystem (Abschnitt 2) das höchste Gewicht und können ein Konto allein deaktivieren.
2. Meldemöglichkeit in der App
Jeder Nutzer kann andere Nutzer und Inhalte direkt in der App melden, ohne sie zu verlassen:
- Nutzer melden über das öffentliche Profil oder aus einem Chat heraus, mit einem Grund wie „minderjährig“, „Belästigung“, „unangemessene Inhalte“, „Fake-Profil“, „Spam“ oder „Sonstiges“ und einem optionalen Kommentar.
- Broadcast melden direkt aus dem Feed.
- Nutzer blockieren jederzeit über das Menü im Chat; verwalten unter Einstellungen → Privatsphäre → Blockierte Nutzer. Eine Blockierung trennt beide Konten sofort und gegenseitig: keine Broadcasts, kein Interesse, keine Matches und keine Nachrichten mehr zwischen ihnen.
Meldungen prüfen wir über ein protokolliertes Administrations-Backend. Zusätzlich speisen Meldungen ein automatisches Durchsetzungssystem: Meldungen aktiver Nutzer werden nach Grund gewichtet („minderjährig“ am höchsten), und ein Konto, dessen gewichtete Meldepunktzahl den Schwellenwert erreicht, wird bis zur Prüfung automatisch deaktiviert. Von mehreren Nutzern gemeldete Broadcasts werden automatisch aus dem Feed entfernt.
Auch Personen, die Suhrid nicht nutzen, insbesondere Eltern und Erziehungsberechtigte, können Hinweise an unsere Kinderschutz-Kontaktstelle (Abschnitt 5) richten.
3. Umgang mit Missbrauchsdarstellungen (CSAM)
Erlangen wir Kenntnis von Missbrauchsdarstellungen oder anderem CSAE auf unserem Dienst, sei es durch eine Nutzermeldung, eigene Prüfung oder einen Hinweis einer Behörde, dann:
- entfernen wir die Inhalte und deaktivieren die beteiligten Konten ohne Vorankündigung dauerhaft;
- sichern wir die uns vorliegenden Beweise (Kontodaten, gemeldete Inhalte und die Meldung selbst) abweichend von unseren üblichen Löschfristen so lange, wie es für die Strafverfolgung erforderlich ist;
- melden wir den Fall den zuständigen Behörden. Als deutscher Betreiber melden wir an die deutschen Strafverfolgungsbehörden (insbesondere das Bundeskriminalamt, BKA) und arbeiten mit diesen sowie, soweit einschlägig, mit dem National Center for Missing & Exploited Children (NCMEC) oder der zuständigen Behörde des betroffenen Landes zusammen;
- kooperieren wir bei rechtmäßigen Anfragen von Strafverfolgungs- und anderen Behörden zum Kinderschutz.
Chat-Nachrichten sind bei Suhrid Ende-zu-Ende-verschlüsselt; wir können ihren Inhalt weder lesen noch automatisch prüfen. Meldung und Durchsetzung stützen sich daher auf die Beteiligten: Wer in einem Chat CSAE-Inhalte erhält, kann den Absender direkt aus diesem Chat melden, und wir handeln wie oben beschrieben. Profile (einschließlich Profilbild) und Broadcasts sind nicht verschlüsselt und unterliegen automatischer Prüfung und Sichtung.
4. Einhaltung der Kinderschutzgesetze
Wir halten die für uns geltenden Kinderschutzgesetze ein, insbesondere:
- das Strafgesetzbuch (StGB), darunter §§ 176 ff. (sexueller Missbrauch von Kindern), § 176b (Cybergrooming), §§ 184b und 184c (kinder- und jugendpornografische Inhalte) sowie § 184l;
- das Jugendschutzgesetz (JuSchG) und den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV);
- den Digital Services Act der EU (Verordnung (EU) 2022/2065), einschließlich der Melde- und Abhilfeverfahren und der Pflicht, Strafverfolgungsbehörden über den Verdacht schwerer Straftaten gegen Leben oder Sicherheit von Personen zu informieren (Art. 18);
- die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), soweit die Verarbeitung von Meldungen, Beweisen und Behördenanfragen betroffen ist;
- die Google Play-Richtlinien für Entwickler, einschließlich der Richtlinie zu Kinderschutzstandards.
Wir beobachten Änderungen dieser Gesetze und passen diese Standards und unsere Praxis entsprechend an.
5. Kinderschutz-Kontaktstelle
Unsere benannte Kontaktstelle für Kinderschutzfragen, für Nutzer, Eltern und Erziehungsberechtigte, Behörden und Google Play, ist:
Florian Berninger Suhrid.de, Lehmkuhlen 4a, 25337 Elmshorn E-Mail: support [at] suhrid [punkt] de — bitte „Kinderschutz“ in die Betreffzeile schreiben
Hinweise an diese Adresse bearbeiten wir vorrangig. Bitte sende uns kein rechtswidriges Material; beschreibe, was du beobachtet hast (Nutzername, Broadcast, Zeitpunkt), die Beweissicherung übernehmen wir.
6. Änderungen dieser Standards
Wir überprüfen diese Standards regelmäßig und aktualisieren sie, wenn sich unser Dienst, die Rechtslage oder die Google Play-Richtlinien ändern. Die aktuelle Fassung ist stets unter suhrid.de/kinderschutz veröffentlicht.
